
von Ann-Kathrin Ortmann
14.04.2026
Grade war es noch super kalt und jetzt sollen wir uns gleich schon wieder um Sonnenschutz kümmern? Ist das wirklich nötig oder ist die Frühlingssonne noch unbedenklich für die Haut?
Sonnencreme verbinden die meisten tatsächlich eher mit Urlaub am Strand als mit dem ersten Besuch in Café unter freiem Himmel.
Leider gibt es eben nur die eine Sonne (keine „Frühlingssonne”) und die ist auch schon im Frühling da und hat teilweise schon wirklich Power! Das Gemeine: durch die kühlere Luft im Frühling empfinden wir die Sonne als nicht so intensiv. Viele unterschätzen so die Kraft der Sonne!
Was macht die Sonne so schädlich?
Neben Infrarotstrahlung und dem sichtbaren Licht der Sonne, erzeugt diese auch UV- Strahlung. UV-B Strahlung verursacht Sonnenbrand und kann das Hautkrebsrisiko stark erhöhen. UV-A Strahlen dringen tiefer in die Haut ein und beschleunigen die Alterung der Haut, können aber ebenfalls das Krebsrisiko erhöhen. Vor genau diesen Strahlen soll uns ein Sonnenschutz schützen.
Und wie finde ich heraus, wie stark die Sonne gerade scheint?
Die UV-Strahlung hängt nicht von der Temperatur, sondern vom Stand der Sonne ab. Angegeben wird das mit dem sogenannten UV-Index, der Werte zwischen 1-11+ anzeigt.
Er gibt die Intensität der UV-Strahlung an, die durch spezielle Messgeräte ermittelt oder anhand von Sattelitendaten berechnet werden. Denn sichtbar ist die Strahlung, wie gesagt, nicht.
Besonders praktisch: Der UV-Index ist weltweit einheitlich. Er bedeutet also überall auf der Welt das gleiche.
Woher weiß ich, wie hoch der UV-Index bei mir ist?
Du kannst dir den UV-Index für deinen jeweiligen Standort zum Beispiel in Wetterapps anzeigen lassen. Hier werden auch die erwarteten Tageswerte angezeigt. Auch bestimmte Wetterstationen können den UVI anzeigen.

Noch praktischer: Bei uns im Shop bekommst du eine UV-Karte im Checkkartenformat, welche dir direkt die UV-Intensität anzeigt.
Und was bedeuten nun die Werte genau?
Während Werte zwischen 1 und 2 noch unbedenklich für die Haut sind, wird ab einem UV-Wert von 3 ein Sonnenschutz für Haut und Augen empfohlen. Schon jetzt im April können Werte weit über 3, sogar 6 oder 7 erreicht werden. Daher lohnt es sich schon am Frühlingsanfang eine geeignete Sonnencreme bereit zu haben, damit man sich bei Bedarf schützen kann.
Zwischen 11 und 16 Uhr ist die UV-Belastung am höchsten, da die Sonne in dieser Zeit am stärksten auf die Erde trifft. Dadurch steigt das Risiko für Schäden an Haut und Augen deutlich. Deshalb solltest du bei hohen UV-Werten diese Zeit möglichst meiden und dich bevorzugt im Schatten aufhalten oder drinnen bleiben. Ab einem UV-Index von 8 ist die Belastung sehr hoch, dann gilt das ganz besonders.
Ab Werten von 3 ist also ein Schutz empfohlen, aber mit was?
Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenbrille schützen Körper, Kopf und Augen. Die unbedeckte Haut sollte mit einer geeigneten Sonnencreme mit ausreichend Lichtschutzfaktor eingecremt werden. Falls es dir geht, wie vielen und du dich im Dschungel der unzähligen Sonnencremes auch etwas verloren fühlst, gibt es bei uns im Shop den aktuellen Sonnenschutzmittelcheck. Hier wurden über 600 Produkte für dich genauer unter die Lupe genommen.
Creme bereits gefunden, aber kann ich die Tube vom letzten Jahr nochmal verwenden?
Meist ist auf der Packung eine Haltbarkeitsdauer nach Anbruch der Tube angegeben, z. B. 12 Monate. Ist diese noch nicht überschritten und wurde die Sonnencreme kühl und trocken gelagert, spricht nichts gegen die weitere Verwendung. Checken solltest du jedoch, dass sich Geruch und Aussehen der Creme nicht verändert haben. Cremes, die Octocrylene enthalten bilden die Ausnahme: Die sollten zeitnah aufgebraucht werden und nicht vom Vorjahr verwendet werden.
Bei mineralischen Filtern ist zu beachten, dass diese sich etwas absetzen können. Daher solltest du die Tube ausgiebig schütteln, bevor du sie verwendest.
Und jetzt: Auf in die Frühlingssonne!
So ausgerüstet spricht nun nichts mehr gegen einen ausgiebigen Frühlingsspaziergang!
Genieße den Frühling und lass es dir gut gehen!
Quellen:
Ann-Kathrin Ortmann: “Hör auf Anni: Ohne Murks durchs erste Lebensjahr Babyprodukte unter der Lupe”. Schmieder-Verlag. 2023.
Hallo, ich heiße Anni und bin ausgebildete Physiotherapeutin sowie studierte Biologin. Durch meine Schwangerschaft und Elternzeit habe ich begonnen, vieles zu hinterfragen: Plötzlich sah ich einige Dinge, die ich irgendwann einmal gelernt hatte, aus einer völlig neuen Perspektive – nämlich aus der Perspektive einer Mutter.
Mit meinem Fachwissen nehme ich für euch verschiedenste Kinderprodukte ganz genau unter die Lupe, ermittele sämtliche Inhaltsstoffe und prüfe diese auf Verträglichkeit. Auch den Nachhaltigkeits-Aspekt lasse ich dabei nicht außer Acht, sodass ihr beim Testergebnis immer genau wisst, woran ihr seid.
Ich lebe mit meinem Kind und meinem Mann in Baden-Württemberg.
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